Co-Writing für Akademiker:innen

Das Problem war nie, dass du nicht schreiben kannst. Es ist, dass nichts in deiner Woche das Schreiben schützt.

Virtuelle Sessions, mehrmals pro Woche, ein bis drei Stunden lang. Du bist dabei, sagst, was du vorhast, machst es gemeinsam mit anderen Akademiker — und zeigst danach, was du tatsächlich geschafft hast.

DAS PROBLEM

Warum Akademiker ihre Schreibzeit nicht schützen können

Mittwochvormittag war für das Paper reserviert. Dann wurde ein Meeting verschoben. Dann dauerte die Lehrvorbereitung länger als geplant. Dann blieben noch vierzig Minuten übrig. Nicht genug, um anzufangen, also hast du stattdessen dein Postfach geleert.

Das ist kein Disziplinproblem. Schreiben ist die einzige Aufgabe in einer akademischen Woche, auf die niemand wartet.

  • Du liest denselben Absatz elfmal.
  • Du blockst drei Stunden, produzierst zwei Sätze.
  • Der Entwurf, der im März zu 70 % fertig war, ist immer noch zu 70 % fertig.
  • Im Zug zu einer Konferenz schreibst du mehr als in einer ganzen Woche am Schreibtisch.

Nichts davon bedeutet, dass du schlecht im Schreiben bist. Es bedeutet, dass der schwierigste Teil deiner Arbeit völlig unbeobachtet, unstrukturiert und zuletzt in der Warteschlange stattfindet.

Was ist akademisches Co-Writing?

Im Kern ist es eine virtuelle Schreibgruppe: ein fest eingeplanter Block, in dem sich Akademiker per Call zusammenschalten und schreiben.

Niemand unterrichtet. Niemand liest deinen Entwurf.
Was der Raum dir gibt:

Jemand erwartet dich

Zu einer festen Zeit — Schreiben wird von „wenn der Tag es zulässt“ zu „um 9 Uhr, wie alles andere auch.“

Du bist nicht allein bei der Arbeit

Kamera an, Mikro aus. Die E-Mails zu checken wird zu einer bewussten Entscheidung statt einem Reflex.

Du sagst dein Ziel laut

„An dem Paper arbeiten“ wird zu „die Methodensektion bis zum Sampling-Teil entwerfen“, sobald jemand zuhört.

Du berichtest das Ergebnis zurück

Nicht den Plan — das Ergebnis. Zehn Minuten Verantwortlichkeit verändern die zwei Stunden davor.

Wie eine virtuelle Co-Writing-Session abläuft

Unterschiedliche Längen und Zeiten über die Woche verteilt, damit du eine findest, die zu einem echten Zeitplan passt.

Die Struktur bleibt immer gleich — du sollst nicht über den Rahmen nachdenken müssen, nur über die Arbeit.

1

Check-In

Jeder nennt, woran gearbeitet wird und wie „fertig“ für diese Session aussieht.

2

The work

Längere Sessions bekommen eine kurze Pause und einen Zwischen-Check-in.

3

Check-out

Jeder sagt, was tatsächlich geschafft wurde. Keine Show, keine Entschuldigungen

Die Check-ins sind oft der eigentliche Wert: Du erfährst, dass eine Professorin zwei Länder weiter montags auch nicht anfangen kann — dass das, was sich wie ein persönliches Versagen anfühlte, ein strukturelles Merkmal des Jobs ist.

A very old mechanism

Warum Co-Writing für Akademiker funktioniert

Neben anderen zu arbeiten, die auch arbeiten, verändert das Verhalten. Das ist einer der robustesten Befunde der Sozialpsychologie — lange bevor jemand das auf einen Videocall gebracht hat.

Das virtuelle Format macht es nur verfügbar: jeden Dienstag, um 7 Uhr ohne das Haus zu verlassen.

Wusstest du?

Diese Praxis (manchmal „Body Doubling“ genannt) wurde von und für neurodivergente Menschen geprägt. Wenn das Anfangen für dich der teuerste Teil des Schreibens ist, wurde dieses Format genau dafür gebaut. Keine Diagnose oder Offenlegung nötig.

12M+

protokollierte virtuelle Coworking-Sessions, die genau auf dieser Idee beruhen

150+

Länder, die unter den Menschen vertreten sind, die die Plattform wöchentlich nutzen

~85%

der neurodivergenten Befragten sagten, es half ihnen anzufangen

Richtig für dich — oder nicht?

Für wen die Co-Working Sessions gemacht sind

Das passt zu dir, wenn:

  • Du Schreibarbeit hast, die wichtig ist, und keine verlässliche Zeit dafür.
  • Du besser mit Menschen um dich herum arbeitest, schlechter allein.
  • Du Struktur willst, ohne einen Kurs oder Hausaufgaben.
  • Das Anfangen dich mehr kostet als das eigentliche Schreiben.
  • Du gerade zwischen zwei Phasen steckst — nach der Verteidigung, im Sabbatical, in Elternzeit — und deine Woche ihre Form verloren hat.

Don’t come if.

  • Du Feedback zum Text selbst brauchst — das ist der Development Circle.
  • Du willst, dass dir jemand sagt, was du schreiben sollst — das ist Coaching.
  • Du dein Mikro nicht ausgeschaltet lassen kannst. Klingt banal, ist es aber nicht.

Bereit, deine Schreibzeit zu schützen?

Kommende Co-Writing-Sessions

Häufig gestellte Fragen

Muss ich meine Kamera einschalten?

Ja, während der Arbeitsblöcke — das ist der Mechanismus. Du musst nicht präsentabel aussehen. Niemand schaut dich an, alle arbeiten.

Kann ich die Zeit für etwas anderes als Schreiben nutzen?

Ja — Datenanalyse, Korrekturen, die E-Mail, die du schon viermal entworfen hast. Es muss nur fokussierte Arbeit sein, die du sonst vor dir herschieben würdest.

Was, wenn ich nichts schaffe?

Sag es beim Check-out, komm beim nächsten Mal wieder. Es wird nicht mitgezählt.

Muss ich jede Woche kommen?

Nein. Wer regelmäßig kommt, zieht meist mehr daraus, aber es gibt keine Anwesenheitspflicht.

Wie viele Personen nehmen an der Session teil?

Klein genug, dass die Check-ins kurz bleiben und alle zu Wort kommen.“

Finden die Sessions in englisch oder deutsch statt?

Check-ins laufen standardmäßig auf Englisch. Schreib in der Sprache, in der dein Paper verfasst ist — niemand sieht deinen Bildschirm.

Sieht jemand meine Arbeit?

Nein, Bildschirme werden nie geteilt. ‚Kapitel drei‘ ist eine vollständige Antwort.

Was ist der Unterschied zu Focusmate?

Dieselbe Gruppe von Akademikern, Woche für Woche, geleitet von einem Coach — nicht eine zufällige fremde Person für 50 Minuten. Aus den Check-ins wird ein Peer-Netzwerk.

Was kostet eine Session?

In der Academic-Freedom-Lab-Mitgliedschaft enthalten