Du weißt, worüber du forschen möchtest – aber nicht, wie du dein Thema am besten angehst? Ob explorativ oder konfirmatorisch?
Die Antwort hängt nicht nur vom Thema, sondern auch von deinem Ziel und deiner Forschungsfrage ab.
In dieser Anleitung erklären wir dir Schritt für Schritt, wie du den passenden Forschungsansatz – inklusive hilfreicher Entscheidungsfragen und typischen Fehlern.
Konformative vs explorative Forschung
Bevor wir uns der Wahl des Forschungsdesign widmen, schauen wir uns gemeinsam, die grundlegenden Unterschied zwischen explorativer und konfirmativer Forschung an.
Explorative Forschung wird eingesetzt, wenn ein Thema noch wenig erforscht ist und du somit erste Zusammenhänge und Hypothesen entwickeln oder ein Phänomen besser verstehen kannst.
Konfirmative Forschung verfolgt das Ziel, bestehende Hypothesen oder Theorien gezielt zu überprüfen und baut auf Vorwissen auf.
Beide Ansätze haben ihre Berechtigung – entscheidend ist, welcher besser zu deiner Forschungsfrage und deinem Erkenntnisinteresse passt.
Schritt 1: Prüfe den Status deines Themas
Als erstes ist es wichtig, dass du einschätzst, wie gut dein Thema bereits wissenschaftlich erforscht ist. Das Ausmaß an Vorwissen ist ein entscheidendes Kriterium für die Wahl deines Forschungsdesign.
Nutze Literaturdatenbanken wie PubMed, BASE, Google Scholar oder fachspezifische Suchportale, um gezielt nach bisherigen Studien zu suchen.
Diese Fragen können dir dabei helfen:
Schritt 2: Definiere die Ziele deiner Forschung
Überlege dir, was du mit deiner Forschung erreichen willst. Was sind die Ziele deiner Arbeit?

Schritt 3: Überprüfe die Machbarkeit
Bevor du dich endgültig festlegst, prüfe, ob dein Forschungsansatz auch praktisch umsetzbar ist. Ein guter Forschungsansatz ist nicht nur theoretisch passend, sondern auch realistisch machbar.
Schritt 4: Wähle die Methode passend zum Design
Je nachdem, ob du explorativ oder konfirmatorisch vorgehst, solltest du deine Methoden sorgfältig auswählen.
Schritt 5: Besprich dein Vorgehen
Bevor du dein Forschungsdesign endgültig festlegst, bespreche es unbedingt mit deinem Betreuer oder deiner Betreuerin.
So kannst du sicherstellen, dass dein Ansatz sinnvoll ist und zu deinem Thema passt.
Außerdem bekommst du wertvolle Hinweise, die dir helfen, typische Fehler zu vermeiden und deinen Plan zu optimieren.
Typische Fehler bei der Wahl des Forschungsansatzes
Fehler 1: Zu früh ein konfirmatorisches Design wählen
Manche Studierende wollen Hypothesen testen, obwohl zum Thema noch kaum Vorwissen existiert.
In solchen Fällen ist ein explorativer Einstieg oft der bessere Weg, um zuerst ein grundlegendes Verständnis zu entwickeln.
Fehler 2: Zu wenig Literaturrecherche
Wer nicht ausreichend recherchiert, unterschätzt oft den Wissensstand zum Thema. Das kann dazu führen, dass man explorativ forscht, obwohl es schon viel Vorwissen.
In dem Fall raten wir dir, zur konformatorischen Forschung zu wechseln. Lieber später als nie!

Fehler 3: Falsche Methodenwahl
Explorative Fragestellungen mit rein quantitativen Methoden zu bearbeiten oder konfirmative Hypothesen nur qualitativ zu prüfen, führt oft zu unklaren Ergebnissen oder fehlender Aussagekraft.
Überlege die deine Methodenwahl nach und genau so gut wie die Wahl deines Forschungsdesigns.
Fehler 4: Zu komplexe Methodenwahl
Eine komplexe Methode wirkt vielleicht beeindruckend, überfordert aber schnell.
Wähle lieber Methoden, die du gut beherrschstoder leicht lernen kannst – ein einfaches, klares Vorgehen führt oft zu besseren Ergebnissen.
Fazit: Das passende Forschungsdesign finden
Die Entscheidung zwischen explorativer und konfirmatorischer Forschung muss kein Ratespiel sein.
Wenn du systematisch vorgehst – also Vorwissen prüfst, dein Ziel klar definierst, die Machbarkeit abwägst und geeignete Methoden auswählst – findest du den Ansatz, der wirklich zu deinem Thema passt.
Und nicht vergessen: Hol dir frühzeitig Feedback, um sicherzustellen, dass du auf dem richtigen Weg bist. So legst du eine fundierte Grundlage für eine starke Abschlussarbeit.
Viel Erfolg! 😊
